Vor einigen Jahren habe ich draußen gesessen, mit einem Freund telefoniert und meine Freizeit genossen. Plötzlich sah ich jemanden auf einem Fahrrad vorbeikommen. Als er anhielt und in meine Richtung sah, hatte ich das sehr starke Gefühl, als würde ich diese Person schon sehr lange kennen. Innerlich wusste ich, dass ich jetzt aufstehen und mit ihm reden musste. Also ging ich auf ihn zu und wir sahen uns erst einmal nur an. Nach einigen Sekunden des Schweigens erzählte ich ihm von meiner Vision einer Gemeinschaft, einer Zusammenarbeit von Gleichgesinnten und auch von Nachhaltigkeit und alternativen Heilmethoden. Als ich diese Worte aussprach, fing Fire Lion an zu lachen und sagte mir, er habe denselben Plan. Wir haben später auch herausgefunden, dass wir neben diesen Bereichen unzählige weitere gemeinsame Interessen haben. Egal, ob es um Musik, die Rastafari-Kultur oder traditionelle afrikanische Ur- Stämme und deren Spiritualität ging. Es war eine unbeschreibliche Verbindung, die ich in diesem Moment fühlte. Ich wusste tief in meinem Herzen, dass ich in Zukunft mehr mit dieser Person zu tun haben würde. Obwohl es nur ein kurzes Treffen war, hatte es für mich viel Gewicht und ich fühlte mich gestärkt und war sehr dankbar.

Viele weitere Treffen folgten. Wir kamen zusammen, um von- und miteinander zu lernen, uns auszutauschen, zu singen, zu trommeln, zu meditieren und Rituale durchzuführen. Die Treffen waren unglaublich bereichernd. Die Erkenntnisse, die ich durch unsere Gespräche und Operationen gewonnen hatte, waren sehr wertvoll für mich. Später lernte ich auch seine Frau Melanie und ihr gemeinsames Kind Chaminuka kennen. Sie sind sehr herzliche, hilfsbereite und fleißige Menschen, die Gutes tun und sehr naturverbunden leben. Es ist ein grosser Segen, mit ihnen in Kontakt zu sein. Umso schwerer fiel mir der Abschied, als sie aus der Schweiz auswanderten und zurück nach Simbabwe zogen. Ich wusste, dass wir verbunden und in Kontakt bleiben würden. Das gab mir die Kraft, an der Vision festzuhalten. Eines Tages, bevor sie gingen, rief er mich an und fragte, ob ich Interesse an einem Paket Moringa-Blätter, Geschenkkarten von Waisenkindern und anderen Artikeln hätte. In diesem Moment hatte ich eine Intuition. Ich wusste, egal was es ist, ich muss ja sagen. Später kam er mit einer Schachtel, die bis zum Rand mit Moringa-Blättern, anderen Heilpflanzen und Geschenkkarten gefüllt war. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht wirklich, was ich damit anfangen sollte, außer vielleicht die Blätter als Tee zu verkaufen. Also saß ich mitten in der Nacht mit einem Notizblock vor mir da. Ich verstummte und fragte mich: „Was soll ich mit all dem machen, was ist der Plan dahinter?“ Plötzlich überfluteten mich Ideen und ich fing an, wie wild in meinem Notizbuch zu kribbeln. In der nächsten Nacht tat ich dasselbe und in den folgenden Nächten auch. Bald hatte ich meinen Plan zusammen, den ich darauf mit Fire Lion teilte. Die noch verbleibende Zeit bis zu seiner Abreise verbrachten wir oft zusammen, visionierten und planten.

Bis heute stehen wir täglich in Kontakt und unterstützen uns gegenseitig auf unserem Weg. Fire Lion und seine Familie sind sehr wertvolle Menschen. Ich freue mich sehr, dass sie Teil unserer Gemeinschaft sind.

Mehr Infos zum Programm werden bald bekanntgegeben.